Gesundheit ist das, was einem abhanden kommt, wenn man die falschen Umstände erzeugt. Sie ist keineswegs selbstverständlich. Oftmals halten wir sie aber dafür. Im Grunde ist es leicht, ein gesundheitsverträgliches Umfeld zu erschaffen – vorausgesetzt, man weiß, worauf es ankommt. Die Tatsache, dass es in zivilisierten Ländern Erkrankungen wie das so genannte “Sick Building Syndrome” gibt, beweist, dass wir trotz aller Kenntnisse über Ökologie, Nachhaltigkeit und Gesundheitswerte den Sinn für ein gesundes Umfeld verloren haben.
Auch wenn das gesteigerte Bewusstsein für ein gesundes Umfeld immer öfter zu entsprechendem Handeln führt, muss man sagen: Je weniger ein Mensch verdient, desto eher lebt er in ungesunden Lebensumständen.
Ungesunde Lebensräume oder gesunde Lebenswelt
Formaldehyd ausgasende Pressholzmöbel sind kein Gesundheitsgewinn. Das Gleiche kann man von ausgasenden Teppichböden, toxischen Wandfarben, sensibilisierenden Putzmitteln, Schimmel an den Wänden, schlecht gewarteten Kaminen, strahlenden Elektrogeräten, Handys und Computerbildschirmen sagen. Achten wir auf die Schadstoffbelastung in unseren Innenräumen, können wir zu unserem Wohlbefinden beitragen. Der Kauf von Vollholzmöbeln ist ein guter Beginn. Sie überzeugen durch lange Haltbarkeit, Schönheit und Robustheit. Kenner achten auf eine metallfreie Verarbeitung der Schlafmöbel, damit keine Strahlung gestreut wird. Die Matratze sollte aus hochwertigen Materialien bestehen und orthopädisch sinnvoll sein. Das gleiche gilt für alle Sitzmöbel. Toxine wie Asbest, Formaldehyd, polyclische aromatische Kohlenwasserstoffe und Weichmacher gehören nicht in Wohnräume. Formaldehyd gast aus Spanplatten, Klebern, Lacken, Bau-Schaum, Fußbodenbelägen und Tapeten aus. Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe kommen in fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle, Parkettklebern, Bitumen oder Tabakrauch sowie in geräucherten Lebensmitteln vor. Weichmacher sind in Plastik-Spielzeug, PVC-Fußböden, Parfüm oder Kunststoffprodukten enthalten.
Allein die Luftbelastung über Parfüm oder Duftöle ist erheblich, wird aber viel zu selten thematisiert. Dazu addiert sich Rauch durch schlecht gelüftete Kamine, Räucherstäbchen oder Nikotingenuss. Für Menschen, die einen gesunden, nachhaltigen und ökologischen Lebensstil bevorzugen, kommen solche Stoffe ohnehin nicht in Frage. Bezieht man aber eine Altbauwohnung, kann man ihr Vorhandensein zum Teil annehmen. Auch heute werden Neubauten oft nicht nach baubiologischen oder Klimaschutz-Gesichtspunkten errichtet. Sie aber können durch die Ausstattung und Möblierung ihrer vier Wände erheblich dazu beitragen, ein gesundes Lebensumfeld zu genießen.
Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit
Angesichts wachsender Müllberge ist ein Umdenken beim Möbelkauf sinnvoll. Die Investition in hochwertige Naturholzmöbel oder ökologisch unbedenkliche Hölzer aus heimischen Wäldern ist sinnvoll. Zwar ist es etwas teurer, Naturmöbel zu kaufen, aber es rechnet sich langfristig, nicht der Wegwerfgesellschaft anzugehören.
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