Viele Menschen lieben Einrichtungshäuser. Sie würden am liebsten Stunden und Tage bei diversen Möbelanbietern verbringen, sich über das Angebot informieren und sich mit den verschiedensten Dekoartikeln eindecken. Für mich ist eine derartige Vorliebe unverständlich.
Nachdem mein alter Kleiderschrank viel zu klein geworden war, die Laden schon durchzubrechen drohten und außerdem die Gefahr bestand, er würde sich in Kürze in seine Einzelteile auflösen, beschloß ich, nach langem hin und her, mir doch endlich einen neuen Schrank zuzulegen.
Natürlich musste ich zunächst stundenlang Möbelhäuser durchforsten, denn ich wollte einen Schrank, der ausreichend Platz bietet, dennoch nicht zu groß ist und vor allem ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Auf zur Mission Impossible. Entweder die Schränke waren extrem teuer, sahen aber dennoch billig aus, oder sie waren billig und zeigten dies auch an jeder Ecke.
Also entschloß ich, doch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, als ich es eigentlich vor hatte und konnte mich schließlich doch noch für ein halbwegs akzeptables Modell entscheiden. Leider musste ich dann vier Wochen auf die Lieferung warten, aber was solls. Nach vier Wochen hatte ich den Schrank dann in meinem Schlafzimmer, doch leider war eine der Schiebetüren beschädigt. Glücklicherweise bekomme ich den funktionstüchtigen Ersatz schon in acht Wochen. Richtig! Ich muss volle zwei Monate mit einem halben Schrank leben. Ist das nicht ein Witz? Meinen nächsten Kleiderschrank macht der Tischler!
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